Zum Duschen nach Oldenburg

Zuletzt aktualisiert: Montag, 02. Februar 2009 Geschrieben von Nathalie Graf

Vom Formationstänzer zum Schlachtenbummler – und das an einem Tag!

Schön war’s!

06:00 Uhr, der Wecker klingelt einen brutal aus dem viel zu kurzen Schlaf. Kalt. Weiter schlafen. TURNIER. Und schon ist man hell wach.

Die letzten Sachen werden gepackt, der Buffetbeitrag fertig zubereitet und schon steht das „Taxi“ vor der Tür. Punkt 07:45 Uhr kommen wir an der Halle in Ahrensburg an, wo das Formationsturnier der Regionalliga Nord Standard stattfindet. 08:15 Uhr dann sofort Stellprobe. Das wäre geschafft, erst mal in Ruhe auspacken. Danach geht es entspannt zum Haare machen, Schminken, Caken und was halt sonst noch alles dazu gehört. Kein Stress, keine Hektik. Schon sind wir fertig in Klamotten… und es ist immer noch eine Stunde Zeit, bis das Turnier endlich anfängt. Langsam steigt die Spannung und um sich abzulenken, wird nach Verwandten/Bekannten/Freunden Ausschau gehalten oder einfach nur das Buffet noch mal ausgeschlachtet.

Endlich geht es los. Das Publikum besteht zu ca. 200 % aus Hamburgern. Wie die Fans der anderen Mannschaften noch hinein passen, kann ich nicht erklären. Vielleicht mit Magie.

Wir starten als letztes in der Vorrunde. Alles wird gut… Nur die Ruhe…

pict0048aNach der Vorrunde zieht sich die Mannschaft in die Kabine zurück, mit der Frage, ob sie es wieder in das große Finale geschafft hat, ob sie nicht zu viele Fehler gemacht hat und dergleichen bange Gedanken.

Zehn Minuten später erscheint Dani (Stahmer), unsere Trainerin. Große Überraschung: GROSSES FINALE!!!

 

Schnell wieder zurrecht machen, denn es geht gleich weiter. Und ab auf die Fläche als erste Mannschaft des großen Finales.

Endlich sinkt die Anspannung, denn nun können wir sowieso nichts mehr ändern. Also können wir auch entspannt den anderen Mannschaften zusehen.

Die letzte Mannschaft verlässt die Fläche und die Wertungsrichter reihen sich auf. „Die offene Wertung für Club Saltatio Hamburg, das B-Team!“

5 – haltet euch fest – 4 5 5 5

 

Überraschung und eine noch viel größere Freude überfällt das Team. Geschafft!!!! Das Schlusslicht haben wir nun wirklich abgegeben! Auf zur Siegerehrung!

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Nach der Siegerehrung informiert Olli das A-Team über den Erfolg, während Jost und ich eilig unsere Sachen packen. Raus aus den Kleidern, ab ins Auto und auf den Weg nach Oldenburg, wo das Formationsturnier der zweiten Bundesliga statt findet. Natürlich weiß keiner aus dem A-Team, dass wir kommen. :-)

Nach einer lustigen Fahrt, mit komischen Autobahnübergängen und grob geschätzt zehn Baustellen treffen wir in Oldenburg ein. Gerade rechtzeitig. Die Lateinformationen machen sich gerade zum Duschen auf.

An der Kabine des A-Teams angekommen werden wir wie normal begrüßt… bis es  bei einigen rattert. „Was macht ihr denn hier?“ Eine geglückte Überraschung, wie schön! Und sofort werden unsere Buffetbeiträge konfisziert.

Schnell auf die Tribüne, da die Vorrunde schon begonnen hat. Mit einem unserer Kommilitonen – Lasse – und Annikas Mutter machen wir Krach, so gut es geht.

 

Leider hat es nicht gereicht. Das A-Team landet im kleinen Finale. Runter zum Team, Erfolg und Spaß wünschen und wieder rauf auf die Tribüne! Anfeuern was das Zeug hergibt!!!

Ein anderer Zuschauer tippt mich an und fragt, welches Thema wir tanzen. Verwirrt von der Tatsache, angesprochen zu werden war ich kurz davor, „High Society“ zu antworten, bis mir der Gedanke kam, dass er das A-Team meinen könnte, das gerade tanzt.

Unten beim A-Team angekommen fiebern wir mit ihnen der offenen Wertung entgegen.

1 2 1 2 1

Knapp, aber der 6. Platz wird gehalten!!

 

Nach einem entspannten großen Finale, der üblichen Siegerehrung und einem Wiener Walzer für die Teilnehmer, geht der Sturm auf die Duschen los. Freundlicherweise dürfen Jost und ich uns anschließen, endlich wieder unsere normale Gestalt anzunehmen. Zumindest können wir nun behaupten, auf einem Turnier der zweiten Bundesliga geduscht zu haben.

Turniertaschen werden langsam gepackt, meine Quarkspeise wird vernichtet – im wahrsten Sinne des Wortes: Dani (Webersen) verteidigt sie mit ihrem Leben – und so langsam machen sich alle auf den Weg zum Bus.

Patrice, Lasse und ich nehmen das Privat-Taxi Jost in Anspruch. Natürlich folgte der traditionelle Halt an einem McDonalds. Wir dachten immer, Formationstänzer können feiern und wären chaotisch. Aber so, wie die Filiale bei Betreten aussieht, sind die VfL Oldenburg Handballer viel schlimmer. Sowohl die Tische als auch der Fußboden ist ein einziges Schlachtfeld.

Nach 10 weiteren Baustellen, 2 Stunden Autofahrt und 20 Stunden Formationstanz falle ich heiser und erledigt ins Bett…

Vom Formationstänzer zum Schlachtenbummler – und das an einem Tag!

Schön war’s!

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