Faszination Formationstanzen

Zuletzt aktualisiert: Dienstag, 10. Februar 2009 Geschrieben von Simone Gabriele Hahm

Mein erstes Turnier, in einem Wort: SCHNEIDIG

 

Die Stimmung ist einfach überwältigend und der Erfolg dieser 6 Minuten, die während des Trainings sonst immer so lang waren, gleicht dann die monatelang investierte Zeit aus.
 
Ich hatte auch noch das Glück, gleich beim ersten Mal ins große Finale zu kommen. Als ich die unbeschreibbare Begeisterung der beiden Trainer mit bekam, habe ich erst gemerkt, was wir als Team erreicht hatten.

Natürlich war das nur das schöne Ausklingen eines ersten Turniertages für einen Frischling. Alles was schief gehen konnte, ist natürlich schief gegangen.

 Abgesehen von der lustigen, sehr früh gestarteten Busfahrt, war meine erste Überraschung die sehr enge und kuschelige Umkleidekabine, die 24 Leute sich teilen mussten und die paar Duschen, die auch noch zusammen mit einem Mitstreiterteam zu benutzen waren.

Natürlich hatte ich kein Schminkhemd, sondern ein Schmink T-Shirt mit, was trotz Aufschneiden nicht wirklich hilfreich war... Gut, dass man aus Fehlern lernt und schon bald das nächste Turnier kommt. Die Haare haben geziept, Haarklammern kamen rein, noch ein bisschen schwarzes Spray und schon sah ich ganz anders aus, als dann noch die ganze Schminke fertig und die falschen Wimpern -glücklicherweise- dran waren (was für ein komisches Gefühl!!!), habe ich mich im Spiegel nicht wieder erkannt. Dann noch das Kleid und ich war ein anderer Mensch, eine High Society Saltatio B Formationstänzerin - fertig um mit einem strahlenden Lächeln aufs Parkett zu treten und alles von mir zu geben.
 
Es muss das Adrenalin gewesen sein, denn auf dem Parkett, während des Durchgangs, hatte ich keine Blasen und keinen Druck an den Füssen mehr, die eine gemeine Haarklammer die irgendwie quer saß und mich vorher gequält hatte, war plötzlich nicht mehr zu spüren. Jeder Schmerz war weg und es war einfach nur schön, nur großartig, dort tanzen zu dürfen.

Sobald man die Fläche betritt, möchte man nur sein Ding machen, so gut wie noch nie die Choreografie tanzen. Noch nie waren die zweimal 6 Minuten so schnell vorbei wie am Samstag. Schade auf der einen Seite, weil man so viel Vorbereitung für 6 Minuten hat, die dann in einem Zug vorbei sind, aber schön, weil man etwas geschafft hat.

Natürlich hatte ich auch nicht das richtige „Werkzeug“ fürs Danach. Ein Schwamm zum Duschen fehlte, Abschminktücher und Watte natürlich auch, aber da zeigte sich der Teamgeist, was der eine vergessen hat und der andere dabei hat, wird wie selbstverständlich zur Verfügung gestellt. Das war natürlich auch ein schönes Gefühl, dazu zu gehören, akzeptiert und unterstützt zu werden.
 
Nach diesem 12 Stunden Tag kam dann endlich die Busfahrt nach Hause, wo noch ordentlich gefeiert wurde. Mich überkam allerdings nun endlich die Erschöpfung nach der ganzen Aufregung. Ich kann nur eines sagen, es war so toll, dass ich mich einfach nur auf das nächste Turnier freuen kann und hoffe, dass ich immer dabei sein darf.
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