Deutsche Meisterschaft der Lateiner in Saarbrücken

Zuletzt aktualisiert: Mittwoch, 25. März 2009 Geschrieben von Lisa Meins
Ganz knapp verfehlte das Saltatio-Top-Lateinpaar, Sergiy Plyuta/Debbie Seefeldt, den Einzug ins Semifinale. Ihr 16. Platz lag nur mit zwei Kreuzen hinter den 14 Paaren, die sich letztendlich für das Halbfinale qualifiziert hatten.
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Der dritte Samstag im März ist jährlich der „Tag der Lateiner". In diesem Jahr trafen sich 80 Titelanwärter (gemeldet waren 91) zur Ermittllung ihres Deutschen Meisters in der Saarlandhalle in Saarbrücken. Unser Saltatiopaar Sergiy Plyuta und Debbie Seefeldt, übersprang die erste Hürde mit einem ungeahnten „Sternchen"; d. h. sie brauchten erst in der ersten Zwischenrunde ins Turnier einzusteigen, da ihre bisher ertanzten Turnierergebnisse ihnen einen 20. Platz in der deutschen Rangliste beschert hatten.

 

So kamen die beiden ganz gelassen erst kurz vor Turnierbeginn bei der Turnierstätte an, wo wir, die wir rd. 700 km aus Hamburg zurückgelegt hatten, uns schon die bange Frage stellten, ob ihnen etwa etwas passiert sein könnte. Aber als das Startbuch unseres Hamburger Meisters mit der Nr. 56 abgegeben worden war, suchten wir uns für die Vor- und die beiden ersten Zwischenrunden einen guten Platz am Rande des Parketts.

 

In der Vorrunde konnten wir in jeweils 8 Gruppen die 56 Paare ohne Sternchen in aller Ruhe beobachten, darunter auch die Hamburger Vizemeister vom Club Céronne Jurij Kaiser und Aleksandra Kistanova. Die beiden fielen als „Goldkinder" nicht nur wegen ihres glänzenden Outfits, sondern auch wegen ihrer Ausstrahlung und ihrer sichtbaren Freude am Gelingen ihres Vortrages auf. Wir waren sicher, dass ihnen der Eintritt in die nächsten Runden „glänzend" gelingen würde.

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In der ersten Zwischenrunden konnten wir dann auch unsere beiden Saltatianer erstmals live erleben. Und was wir sahen, überraschte uns sehr angenehm: Schon das gemeinsame Betreten der Tanzfläche zeigte Übereinstimmung und Zuversicht. Die Darbietung der fünf Tänze gelang den beiden sehr gekonnt und tanztypisch. Wir hegten keine Zweifel, dass sie sich damit für die Abendveranstaltung, die Runde der besten 24, qualifizieren würden.

 

In der 48er Runde (hier waren es nur 46 Paare) kamen dann noch die besten zwölf Ranglistenpaare hinzu. Spätestens jetzt wurde erkennbar, dass das Erreichen des Finales für jedes Paar ein „hartes Stück Arbeit" sein würde. Auch die schon am Nachmittag anwesenden Zuschauer merkten dies und begannen mit ihren „Unterstützungskampagnen". Zugegeben: wir zwei vom Saltatio hatten in Sachen Lautstärke und Effektivität keine großen Chancen. Aber die beiden Hamburger Paare vertraten den HATV auch ohne großen Fanclub bestens.

 

Dank der Arbeit mit „Digis" (digitale Wertungseingabe) konnte schon kurz nach Beendigung der jeweiligen Runden, die Bekanntgabe der qualifizierten Paare erfolgen. Gegen 17.30 Uhr geschah dies für die 25 Paare der Abendveranstaltung. Sergiy und Debbie waren dabei, Jurij und Aleksandra hatten leider den Sprung nicht geschafft. Sie waren mit dem erreichten 35. Platz auch nicht zufrieden, und dass sie auch in ihrem dritten Anlauf bei einer DM nicht in die Runde des Viertelfinales eindringen konnten, enttäuschte die beiden sehr. Dennoch verfolgten sie den weiteren Verlauf der Meisterschaft, um dann zu nächtlicher Stunde den langen Heimweg nach Hamburg anzutreten.

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Gespannt erwarteten wir Hamburger das Ergebnis nach dem Viertelfinale. Schade, Debbie und Sergiy wurden nicht zum Semifinale aufgerufen. Aber als wir kurze Zeit später erfuhren, dass ihnen nur zwei Kreuze gefehlt hatten, waren wir doch hochzufrieden. Sergiy und Debbie haben den HATV und den Club Saltatio Hamburg bei der diesjährigen Deutschen Meisterschaft in der Lateinsektion sehr erfolgreich vertreten. Glückwunsch!

 

Keine wirkliche Überraschung gab es bei der Zusammensetzung der Finalrunde, überraschend war allenfalls, wenngleich schon ein wenig vorempfunden, das endgültige Ergebnis:

Neue deutsche Meister wurden sehr deutlich mit 38 von 45 ersten Plätzen Timo Kulczak und Motshegetsi Mabuse (Schwarz-Weiß_ Club Pforzheim) vor den bisherigen Meistern Jesper Birkehoj/Anna Kravchenko (TSC Astoria Karlsruhe).

 

Für die Abendveranstaltung hatte sich die Saarlandhalle ein festliches Outfit zugelegt, Live-Musik durch die Stefan Sünder Band gab es für den Publikumstanz und für das Rahmenprogramm hatte sich der ausrichtende TSC Ottweiler abwechslungsreiche Zutaten einfallen lassen. So trat zur Eröffnung die starke Kinderabteilung des Clubs flächenfüllend auf, die erst junge Abteilung der Flamencotänzerinnen brachte in original andalusischen Trachten spanisches Flair in die Pause vor dem Semifinale und Faszination und „Augenschmaus" fabrizierten die Magic Artists, eine Gruppe ehemaliger Leistungsturner, die damit viel Beifall der Zuschauer herausforderten, sogar noch nach der Siegerehrung.

Neue Deutsche Meister der Lateintänze: Timo Kulczak/Motshegetsi Mabuse (li.) und ihre Vorgänger Jesper Birkehoj/Anna Kravchenko

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