Ein bitterer 6. Platz - Viertes Turnier des Standard-A-Teams in Nürnberg

Zuletzt aktualisiert: Donnerstag, 17. Mai 2018 Veröffentlicht: Sonntag, 25. Februar 2018 Geschrieben von Melanie Bottke

Nürn Flug1Die “gute“ Nachricht zuerst: Das Standard A Team hat auf seinem vierten Erstligaturnier am vergangenen Samstag in Nürnberg den 6. Platz belegt! Diese Nachricht würde die Mannschaft gern einfach so stehen lassen. Ganz so erfreulich ist das Ergebnis für das Team unterm Strich jedoch leider nicht...

Dass die Hamburger Ihre Erlebnisse in der 1. Liga sportlich nehmen, zeigen die Tänzer schon seit drei Turnieren, doch diesmal hieß es einen harten Schlag einzustecken. Aufgrund der Europameisterschaft im Formationstanzen am 25.2.2018 wurde das Nürnberger Ligaturnier am Vortag mit nur sechs statt acht Mannschaften ausgetragen. Das Göttinger A-Team, sowie das A-Team aus Ludwigsburg waren bereits als Teilnehmer in das russische Sotschi gereist, um Deutschland auf der EM zu vertreten, weswegen diesen beiden Mannschaften schonim Vorhinein ein 1. Platz für das Turnier in Nürnberg zugesprochen wurde.

Nürn Frühstück1Unser Standard-A-Team dagegen musste, wie die anderen fünf Teams, um seinen Platz erst kämpfen und reiste dafür bereits früh am Samstagmorgen per Flieger an. Mit Treff um 5.15 Uhr am Hamburg Airport begann der Tag zwar noch verschlafen, wurde dafür kurz darauf mit einem wunderschönen Sonnenaufgang über den Wolken begrüßt. Vor Hallenöffnung in Nürnberg blieb noch genug Zeit für ein ausgiebiges Team-Frühstück in einem gemütlichen Café. Eine erste Stärkung, denn ein langer Tag kündigte sich an. Vor der 1. Liga Standard fand vor Ort noch die Regionalliga Süd der Lateinformationen statt. Entsprechend viel Zeit hatten die Hamburger für die Vorbereitungen und mussten einen langen Atem beweisen.

Als es schließlich zur Vorrunde auf die Fläche ging, zauberte die Mannschaft dann eine sehr ordentliche Leistung auf die Fläche. Kleine Wackler waren da, doch es gab keine großen Patzer und es wurden konzentriert und souverän vor allem sehr gute Bilder und Linien präsentiert. Besonders erwähnenswert ist hier die herausragende Leistung von Daniel Castro, der in den letzten zwei Wochen seiner Rolle als Ersatztänzer mehr als gerecht wurde und sich die Position des noch immer verletzt pausierenden Teamkapitäns Jan aneignete. Dieser Austausch fiel quasi nicht auf. Eine enorme Leistung! Leider wurde dieser besondere Einstand nicht wie erhofft honoriert, denn die Kreuze der Wertungsrichter entschieden unglücklicherweise, dass es diesmal kein kleines Finale geben würde, sondern lediglich ein großes Finale mit fünf Teams vertanzt werden sollte. Hamburg war als einziges Team bereits nach der Vorrunde ausgeschieden und hatte nur ein Mal tanzen dürfen. Ein frustrierendes Ergebnis, doch das Team nutze tapfer die Gelegenheit das Finale als Zuschauer zu verfolgen und unterstützte die anderen Mannschaften in einer verhältnismäßig schwach besuchten Halle mit ordentlich Beifall.

Doch der Reiz am Formationstanz liegt bekanntlich nicht nur im Ergebnis und so versüßte sich das Team seinen Aufenthalt mit einigen Lachern aufgrund unfreiwilliger Duschgänge bei der Turniervorbereitung (ein Bewegungssensor löste beim Schminken im Duschbereich zwei Mal allzu spontan aus), mit einem anschließenden gemütlichen Tagesausklang und gemeinsamem Hotelaufenthalt, sowie einem tollen Hotelfrühstück am Sonntag. Selbst eine 70-minütige Zugverspätung zur Rückfahrt in die Heimat schockte die Nordlichter nicht. Zwar erreichte die Mannschaft Hamburger Boden erst entsprechend verspätet, doch wie so oft im Leben kann man den kleinen Rückschlägen auch etwas Gutes abgewinnen: im Zug gab es gratis Kaffee und Tee zur Entschädigung, per W-Lan konnte im Nürn RückfahrtICE online die EM in Sotschi verfolgt und den Deutschen Teams die Daumen gedrückt werden und für die Verspätung wird es außerdem anteilig Fahrkosten von der Deutschen Bahn zurück erstattet geben. Und frei nach diesem Motto: selbst wenn der Abstieg in die 2. Bundesliga klar ist, wird auch dieser wieder viele neue Chancen und Erfolge mit sich bringen. Hamburg schaut positiv nach vorn!

Zum Endspurt wird das Team am kommenden Wochenende für einen Showauftritt auf dem 13. Stader Opernball zu sehen sein, um dann in zwei Wochen in Braunschweig ihr Abschlussturnier zu tanzen und die Saison ungebrochen motiviert ausklingen zu lassen. Um viele Erfahrungen reicher und mit tollen Erinnerungen an eine aufregende Erstligasaison!

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